Aktuell

Wir sind ganz begeistert über die große Resonanz, die wieder-deutschland.de hervorruft. Und freuen uns natürlich über die vielen Schmähschriften genauso wie über die positiven Rückmeldungen und nicht zuletzt über die zahlreichen Solidaritätsbekundungen die wir per email bekommen. Wir hoffen, den guten Stil zu bewahren, wenn wir einen Teil davon (natürlich anonymisiert) hier wieder geben. Zwischenzeitlich haben sich ja viele Artikel und Blogs mit den verschiedenen Aspekten der Kampagne beschäftigt. Ein paar Links stehen auf unserer Linkseite. Bitte habt Verständnis, dass wir hier nicht alles und vollständig dokumentieren können.

Ein paar Dinge in eigener Sache möchten wir an dieser Stelle loswerden. Immer wieder gibt es Irritationen über die Internetadresse unserer Seite (wieder-deutschland.de). Manche meinen, wir hätten uns verschrieben oder wüssten nicht, dass man das “wider” im Sinne von “gegen” mit einfachem “i” schreibt. Die Sache liegt anders. Um dass zu sehen, respektive zu hören, muss man die Wörter “wieder Deutschland” in einer bestimmten Betonung lesen. So im Sinne (oh nein…, nicht schon “wieder Deutschland”). Und wie so oft: schamlose Effizienzgedanken haben uns dazu gebracht, die Domain wieder-deutschland.de zu nehmen. Für zukünftige Projekte bieten sich die Subdomains einfach an (nie.wieder-deutschland.de, nicht-schon.wieder-deutschland.de, nur-nicht.wieder-deutschland.de, usw.)

Manche Rückmeldungen haben einen Tenor wie “ich finde die Kampagne ‘Du bist Deutschland’ ja auch nicht gut, aber das hat doch nichts mit Nationalismus und schon gar nichts mit Nazis zu tun. Warum seit ihr nur so undifferenziert” oder so ähnlich. Über die Frage des Nationalismus würden wir uns streiten. . Es werden abstrakte Interessen der Nation (“behandle dein Land doch einfach wie einen guten Freund. Meckere nicht über ihn, sondern biete ihm deine Hilfe an” heißt es im Manifest der Kampagne) angesprochen, die über den persönlichen Interessen stehen sollen. Dabei wird nicht Solidarität mit anderen Menschen eingefordert, sondern Solidarität mit der Nation.

Der Nationalsozialismus-Vorwurf an die Kampagne “Du bist Deutschland” wird von uns nicht erhoben. Natürlich sind die Kampagnenmacher keine Nazis. Aber wer derart unreflektiert mit Sprache umgeht, dem muss vor Augen gehalten werden, welche Anschlussmöglichkeiten das hat. Wie so oft: Es werden keine Naziparolen ausgegeben aber es wird fahrlässig in Kauf genommen, dass manche Menschen gerade auf diese möglichen Lesarten anspringen. Wir finden es geradezu erschreckend, wie wenig Sensibilität es in dieser Beziehung offensichtlich für die Geschichte des NS gibt. Wer tatsächlich will, dass (Zitat aus dem Manifest der Kampagne) “aus deiner Flagge viele werden und aus deiner Stimme ein ganzer Chor”, der muss sich schon fragen lassen, wie er dieses Kokettieren denn meint.